Mein Sohn hat heute einen Fund gemacht, der mich schwer beeindruckt – auch wenn er von McDonald’s kommt: Zum „Happy Meal“ kann man sich diese Woche ein Buch aussuchen, und diese beiden Exemplare („Superhaie“ und „Verrückte Tierwelt“) haben’s in sich:

Diese Bücher sind mit „Augmented Reality“-Elemente angereichert; das heißt, man kann (sobald man die entsprechende App installiert hat), durch sein Handy-Display interaktive 3D-Hologramme sichtbar machen, die über den entsprechenden Seiten eingeblendet werden.

Klingt kompliziert, funktioniert aber ganz ausgezeichnet – der Nachwuchs-Begeisterungsfaktor war entsprechend hoch:

Die 3D-Modelle sind sehr ansprechend gestaltet und vertont (und auch noch lehrreich!); da hat der englische Verlag Dorling-Kindersley wirklich gute Arbeit geleistet. Man bedenke: Die Diagramme lassen sich interaktiv steuern, so kann man etwa den Hai per Tastenklick durchs Zimmer steuern oder auf sein Skelett reduzieren.

  • Somit eignet sich diese Art von AR meiner Einschätzung nach ganz hervorragend für Schulbücher, denn:
  • die Seitenerkennung funktioniert ausgezeichnet
  • alle Schüler sehen das Gleiche (es sind sogar mehrere Smartphones pro Buchseite möglich)
  • räumlich komplexe Inhalte (etwa in der Biologie, Medizin, aber auch in der Technik) können von der 3D-Darstellung besonders profitieren
  • Last not least: Falls die Technik versagt, hat man immer noch ein Schulbuch vor sich. Wunderbar.

UPDATE: Inzwischen habe ich von einem Kollegen aus einem großen deutschen Schulbuchverlag erfahren, dass es diese Art von Schulbucherweiterung bereits für deutsche Schulbücher gibt (bzw. gäbe). Allerdings seien diese in Bayern nicht genehmigt worden, da „sich diese Technologie nicht mit dem an bayrischen Schulen geltenden Handy-Verbot vereinbaren lasse“. Soviel zum Thema „Digitalisierung als Werkzeug im Bildungsprozess“ …

Was haltet Ihr von dieser Art von neuen Schulbüchern? Klickibunti-Klimbim oder echter digitaler Mehrwert?


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